Landessprachprogramm

(c) Föbel e.V Bettina Straub

Sprache, als wichtigstes Kommunikationsmittel, Voraussetzung zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und der Integration, Grundlage der Denkprozesse und Schlüssel zur Welt, durchzieht alle Lebensbereiche. Wir nutzen sie um Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen, zu kommunizieren, Gedanken und Gefühle auszudrücken, zu denken und unsere Identität auszubilden.

Als „Sprachkita“ legen wir besonderes Augenmerk auf deren Entwicklung und das bewusste Sprachvorbild der pädagogischen Fachkräfte, als Grundlage unserer täglichen pädagogischen Arbeit. In regelmäßigen Fortbildungen eignen sich alle pädagogischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinen neueste Erkenntnisse der Sprachbildung an.

Über die gesamte Verweildauer, der uns anvertrautenn Kinder, steht die alltagsintegrierte sprachliche Förderung im Vordergrund. Unsere Hauptaufgabe besteht darin, Sprachräume zu öffnen, in denen Kinder wertschätzende, vielfältige, qualitätsvolle und motivierende Erfahrungen mit ihren Sprachen machen können. Alltagsintegriert, besonders auch über den musikalisch- rhythmischen und kreativen Bereich, werden die Kinder in unserem Kindergarten sprachlich gefördert. 

Kinder haben das Recht all ihre Sprachen zu entwickeln und zu nutzen. (Bildungspl. BB 2024) Unterschiedliche Familiensprachen, Zweitsprachen, Dialekte, Gebärdensprache sowie weitere Formen unterstützender Kommunikation sehen wir als Bereicherung und Herausforderung, besonders in der sprachlichen Bildung. Sie bieten uns Möglichkeiten zu Erfahrungen mit weiteren Vielfaltsaspekten. Sprachliche Interaktionen werden wertschätzend auf Interessen und Individualitäten der Kinder abgestimmt. 

Seit 2012 wird unser Integrationskindergarten durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufene Bundessprachprogramm gefördert. Dieses Bundessprachprogramm wurde im Juni 2023 ins Landessprachprogramm überführt, so dass eine nahtlose Weiterführung möglich war. Zusätzlich zur bestehenden Bildungsarbeit der pädagogischen Fachkräfte in den Gruppen, gab uns dieses Programm die Möglichkeit, die Kinder durch eine speziell ausgebildete Erzieherin unseres Teams mit dem Fachprofil Sprachbildung, in ihrer sprachlichen Entwicklung zu unterstützen.

Mit der Einführung des Bildungsplans - Erweiterte Grundsätze elementarer Bildung in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung im Land Brandenburg 2024, wird eine weitere Arbeit, an der Umsetzung des Landesspraprogramms, intensiv unterstützt.

Ein wesentlicher Bestandteil ist auch die kompensatorische Sprachförderung nach Häuser und Jülisch. 

In Kleingruppen erfolgt in der Zeit zwischen Januar und Mai, von einer speziell ausgebildeten pädagogischen Fachkraft, die entsprechende Förderung unter dem Namen „Wortwiesel“.

Ein Förderbedarf wird auf Grund gezielter Beobachtung und eines dafür entwickelten Testverfahrens erhoben.